Welpen

Welpen sind genauso wichtig, wie Junghunde oder ihre erwachsenen Artgenossen. Das Training und der richtige Umgang mit ihnen erfordert viel Einsatz und Wissen, denn falsches Training richtet grossen Schaden an. Eben mal ein bisschen mit anderen Hunden herumpurzeln und schauen wer da übrig bleibt ist kein sinnvolles Training für den Welpen.

Kaum ist ein Welpe eingezogen, wird oft ein ganzer Katalog an Aufgaben erstellt, was zu erledigen ist. Spaziergang im Park, Stadtbesuch, Kaffeetrinken bei Freunden, Einkaufen gehen, Autofahren, öffentliche Verkehrsmittel, Tierarztbesuch usw. Dies ist des Guten zuviel. Man kann da auch von einem „Kulturschock“ sprechen, eine Reizüberflutung, wodurch viel Schaden angerichtet wird. Die Welpen sind gestresst, beginnen herum zu beissen, sind nervös, bellen sehr viel, haben Schwierigkeiten abzuschalten, werden hyperaktiv. Psychische Probleme sind somit vorprogrammiert. Begegnet der Hund etwas Neuem, muss er dieses erst einmal aufnehmen und verarbeiten können. Durch ein Übermass wird viel Schaden angerichtet.

Hundekontakte / soziale Kontakte

Sicherlich ist es nötig, Hundekontakte herzustellen, jedoch sollte man darauf achten, dass diese auch so verlaufen, dass kein Hund darunter leidet, bzw. Verhaltensweisen aufbaut, die später als Problemverhalten interpretiert werden. Es ist ein gewaltiger Unterschied, ob Hunde zusammen wohnen, oder ob sie sich einmal in der Woche treffen. Das eine ist Alltag, das andere ist Aufregung. Junge Hunde müssen viel lernen, sie müssen lernen mit den unterschiedlichsten Situationen umzugehen, andere Hunde bewerten können und dazu brauchen sie Zeit. Zeit, um sich in Ruhe und ganz speziell mit dem einen Artgenossen wie auch mit dem anderen Artgenossen zu beschäftigen. Wenn jedoch mehrere Welpen zusammentreffen herrscht Aufregung, keine Ruhe.

Welpen lernen optimal auch von einem souveränen erwachsenen Hund. Wie soll denn ein unwissendes Hundekind von einem anderen unwissenden Hundekind lernen, wie man sich z.B. erwachsenen Hunden gegenüber benimmt? Diese Aufgabe würde eigentlich eine souveräne Hundemama übernehmen.

Sie sehen, es steckt viel dahinter. Durch optimale Hundebegegnungen ist es möglich, den Besitzern genau zu erläutern, wie nun die jeweiligen Hunde miteinander Kommunizieren, was sie voneinander lernen, und vieles mehr.

Ich befürworte es sehr, wenn Hundebesitzer so früh als möglich mit der Erziehung ihres Welpen anfangen, Erziehung bedeutet aber nicht: Sitz, Platz, Bleib! Erziehung bedeutet, dass der Hund lernt im Leben mit den verschiedenen Situationen zurecht zu kommen. Kein simples Erdulden, sondern ein angstfreier und unproblematischer Umgang mit der Realität.

Gerne bin ich ihnen dabei behilflich.

Ort: individuell nach Absprache (Umgebung oberer Zürichsee)


 

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